Skip to Content

PM: Besetzer stärken ihr Profil

Der Hörsaal 01/E01 der Universität Osnabrück befindet sich nun bereits seit zwölf Tagen unter studentischer Selbstkontrolle. Er hat sich in diesem Zeitraum zu einer Organisationszentrale des Bildungsstreiks auf regionaler, sowie auf Bundesebene entwickelt.

Am vergangenen Sonntag ratifizierte das Plenum des Hörsaals ein Positionspapier als Ergebnis der inhaltlichen Diskussionen innerhalb der Studentenschaft. Es enthält neben konkreten Forderungen vor allem Soll- und Ist-Zustände verschiedenster Bereiche der deutschen Bildungslandschaft.

Das Dokument wurde in den vergangenen Tagen fortwährend von mehreren Arbeitskreisen zusammengestellt und immer wieder optimiert, bevor es nun der Öffentlichkeit präsentiert wird. Im Internet besteht ferner die Möglichkeit über die Inhalte zu diskutieren, Anregungen zu geben und konstruktive Kritik zu üben.

Das Plenum des befreiten Hörsaals Osnabrück beabsichtigt nun durch Intensivierung der bundesweiten Vernetzung sowie durch lokale Aktionen den Druck auf Politik und Hochschulleitung zu erhöhen. Ein weiterer Schritt ist die Formulierung eines gemeinsamen Positionspapiers auf Landesebene mit Beteiligung aller niedersächsischen Hochschulen.

 

Duldung endet am Mittwoch

Gerade jetzt in dieser entscheidenden Situation scheint sich die Einstellung der Hochschulleitung gegenüber den Protestierenden zu ändern. Zu Beginn der Besetzung betonte Präsident Rollinger, dass er und die Studierenden „an einem Strang in die selbe Richtung“ ziehen würden. Seit Montag allerdings werden andere Töne angeschlagen: Trotz des geäußerten Willens einer Fortführung der inhaltlichen Arbeit forderte er das Plenum auf, den Raum bis spätestens Mittwoch 12:00 Uhr wieder dem gewohnten Universitätsbetrieb zu überlassen.

Diese Haltung kritisieren und bedauern die Besetzenden zutiefst, da ausschließlich unter den derzeitigen Bedingungen die Fortführung der Arbeit auf beständig hohem Niveau gewährleistet werden kann. Sie befürchten überdies, dass die aktuell angestoßene Debatte erlahmt und Diskussionen, deren Dringlichkeit es gebietet sie jetzt zu führen, verstummen. Für ebendiese Debatten und Diskussionen bot der befreite Hörsaal in den vergangenen Tagen Raum; in Zusammenarbeit mit Dozenten fanden hier dem Thema angepasste Seminare und Diskussionskreise statt. Eine flexible Raumeinrichtung, mehrere kleinere Arbeitsbereiche und die Möglichkeit zugleich ein großes öffentliches Plenum abzuhalten sorgten dafür, dass die Osnabrücker Besetzer zu einer treibenden Kraft der Bundesweiten Bildungsbewegung werden konnten.

Für Mittwoch 10:00 Uhr ist zu einer Vollversammlung aller Studierenden geladen, in der die erarbeiteten Positionen und die Notwendigkeit einer Fortführung der Besetzung unter den derzeitigen Bedingungen erläutert werden.

 

Das Positionspapier ist im Internet zu finden unter

http://bildungsstreik-os.de/sites/default/files/Positionspapier.pdf

 

Das Plenum des befreiten Hörsaals 01/E01

 

Kommentare

Seht zu...

...dass ihr den Bildungsfreiraum freiräumt und wieder für Bildung frei macht. Die Räumlichkeiten der studentischen Selbstverwaltung stellen einen ausreichenden Rahmen für euer politisches Engagement dar und ihr bringt diejenigen, für die ihr eigentlich eintreten wollt, nicht gegen euch auf, indem ihr ihre Bildung behindert.

Du versuchst es auch überall,

Du versuchst es auch überall, oder? Nur so unter uns, das Argument, dass nur eine Minderheit hinter uns steht, zieht nicht mehr. Dazu schreiben wir später noch was... und die einzigen, die hier aggressiv agieren, sind im Moment du und einige Juristen (längst nicht alle!) ;-)

Ich lasse mich gerne

Ich lasse mich gerne überraschen. ;-)

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob man ein menschlicher Benutzer ist und um automatisierten Spam vorzubeugen.
7 + 11 =
Das einfache mathematische Problem ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben. Z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegebene werden.