Skip to Content

PM: Studierende aus ganz Niedersachsen stören niedersächsischen Landtagsausschuss


Am Montag wurde der niedersächsische Landtagsausschuss für Wissenschaft und Kultur von ca. 10 Studierenden aus ganz Niedersachsen zeitweise gestört. Während der Anhörungen zur Novelle des niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) wurden plötzlich die Studierenden in den Zuschauerreihen aktiv: Sie entrollten ein Banner und verteilten Flyer. Damit wollten sie gegen das neue NHG protestieren und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass sie sich ein weiteres Mal übergangen fühlen.

Der Ausschuss tagte, um sich die Stellungnahmen der Präsidien und Senate der niedersächsischen Hochschulen, sowie anderer Betroffener zum neuen NHG anzuhören. Auch die Studierenden hatten das neue NHG gespannt erwartet, weil nach den monatelangen Protesten der Studierenden im letzten Jahr, auch aus dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) die Zusage gekommen war, dass die Studiensituation an den Hochschulen in Zukunft spürbar verbessert werden sollte. Doch schon jetzt herrscht wieder viel Unverständnis und Ärger unter den niedersächsischen Studierenden über ihre Politiker_innen. Zum einen, weil das geplante NHG keine der vergangenen Protestforderungen aufgreift, zum anderen, weil sie sich nicht ernstgenommen fühlen. Der Vorschlag von Ausschuss-Mitglied Victor Perli (die Linke), der LandesASten-Konferenz (LAK) die doppelte Redezeit zuzugestehen, war vom Ausschuss ohne Begründung abgelehnt worden. Somit hatten die Studierenden Niedersachsens gerade einmal 10 Minuten Zeit ihre Kritikpunkte über den Vertreter der LAK vorzubringen. Unverständlich aus ihrer Sicht, stellen sie doch die zahlenmäßig größte Gruppe an den Hochschulen. Doch die Forderung nach mehr Gehör war nur ein Aspekt. Auf den Flyern forderten sie unter anderem mehr demokratische Mitsprache an den Hochschulen, die Abschaffung der Studiengebühren, einen freien Zugang zum Master, sowie eine Neuregelung des Stipendiensystems.

„Es ist geradezu grotesk“, so Mareike Schwarz, eine der Störenden aus Osnabrück, „da protestieren wir monatelang, um auf die unerträgliche Situation an den Hochschulen aufmerksam zu machen und nur zwei Monate später scheint den Ausschuss unsere Meinung nicht zu interessieren“. Torsten Heinrich, ein Student aus Göttingen ergänzt: „Damit ist einmal mehr deutlich geworden, dass man uns und unsere Forderungen nicht ernst nimmt. Aber wer glaubt, wir würden uns abspeisen lassen der irrt. Die Proteste haben gerade erst angefangen, auch in Niedersachsen wird es einen heißen Sommer geben!“

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob man ein menschlicher Benutzer ist und um automatisierten Spam vorzubeugen.
2 + 16 =
Das einfache mathematische Problem ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben. Z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegebene werden.