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Über das Präsidiums-Gespräch letzten Dienstag - Endlich Entwicklung!

Wie im letzten Blog-Artikel bereits angesprochen, kam es vergangenen Dienstag (08.06.) zu einem etwa einstündigen öffentlichen Gespräch zwischen dem Präsidium und ca. 30 Studierenden. Hauptthema waren – neben einer kurzen Aussprache über die bisherigen Proteste und Aktionen – die akute Raumnot der Studierenden an der Universität, die nach wie vor gegebene Praxis von Anwesenheitslisten, Probleme studentischer Mitgestaltung und deren Ursachen, und die Möglichkeiten für einen weiterführenden Dialog.

Zur Raumfrage:

Dass es der Universität Osnabrück an Räumlichkeiten mangelt, die von den Studierenden zum gemeinsamen Lernen, Arbeiten sowie generell zur Zusammenkunft genutzt werden können ist altbekannt. Es gibt weder am Schloss noch am Westerberg adäquate Lernräume und die spärlichen Möglichkeiten in Fluren, den Cafeterien sowie den Bibliotheken sind sicherlich kein genügender Ersatz. Größeren Gruppen Studierender bleiben so nach dem Gang zur Raumverwaltung meist nur einige Abendstunden bis vom Sicherheitsdienst abgeschlossen wird. Dieses drängende Problem wurde dem Präsidium bereits zu Semesterbeginn in einer einstimmig beschlossenen StuPa Resolution aufgezeigt, vorerst allerdings ohne Erfolg. Im Zuge des Gesprächs am letzten Dienstag jedoch wurde vom Präsidium zu unserer großen Freude zum ersten Mal ein konkretes Angebot vorgelegt: Ab Herbst könnten dem Präsidium zu Folge 250 Quadratmeter auf dem ehemaligen Kasernengelände am Westerberg den Studierenden 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche zur Verfügung gestellt werden. Bei dem vom Präsidium beschriebenen Gebäude handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Adresse Sedanstraße 22, die zu Fuß in etwa fünf Minuten vom Uni-Standort Westerberg erreichbar ist.

Zu den Anwesenheitslisten:

Hier hat sich das Präsidium mit der Studierendenschaft solidarisch erklärt und mitgeteilt, dass es Anwesenheitslisten im Umgang mit Erwachsenen für nicht angebracht hält. Des Weiteren soll an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Anwesenheitslisten aller Wahrscheinlichkeit nach grundsätzlich und in einigen Studiengängen definitiv rechtlich nicht haltbar sind.

In der Zwischenzeit hat das Präsidium den Dekanen, Studiendekanen und Fachsprechern der Uni Osnabrück eine Klarstellung zukommen lassen, die besagt, dass „die Verpflichtung zur regelmäßigen Anwesenheit in einer Veranstaltung keine Vorgabe der Universität Osnabrück darstellt, sondern auf der Entscheidung des einzelnen Dozierenden beruht“.

Zum weiteren gemeinsamen Vorgehen:

Wir werden in den nächsten Tagen versuchen mit Herrn Blome von der Raumverwaltung einen Termin zur gemeinsamen Begehung zu arrangieren, um einen Einblick in die angegebenen Räumlichkeiten zu erhalten. Da es in den Händen der Studierendenschaft liegt dieses Angebot anzunehmen oder nicht, möchten wir jeden an diesem Thema Interessierten einladen dieser Besichtigung beizuwohnen, bzw. sich zu dem Thema zu äußern. Dies kann am einfachsten über den Mailverteiler der Bildungsbewegung (bibos at bildungsstreik-os.de), die entsprechende Wiki Seite, oder eine Mail an Rafael (rreisenh at uos de) geschehen. Oder man kommt einfach zu einem der regelmäßig stattfindenden Plena.

Des Weiteren versprach das Präsidium sich im Senat öffentlich zum Inhalt des Statements zu äußern, das von den Studierenden als Vorbereitung für das Gespräch am vergangenen Dienstag verfasst wurde, das auch Grundlage für eine eventuelle gemeinsame Erklärung von Studierendenschaft und Präsidium dienen könnte.

Außerdem bekundete das Präsidium an einem weiteren Dialog – beispielsweise im Zuge der Themenreihe „Bildung und Demokratie“ – gern teilnehmen zu wollen. Hier könnte sich die Möglichkeit finden die Raumfrage an sich, das Angebot des Präsidiums und weitere alternative Lösungsvorschläge in einer offenen Gruppe konstruktiv und kreativ gemeinsam zu diskutieren; darüber hinaus eröffne ein solches Gespräch auch endlich den Raum das Positionspapier des Plenums (des im Herbst besetzten Hörsaals) gemeinsam zu besprechen.

Abgesehen davon ließe sich noch die im Großen und Ganzen sehr angenehme und konstruktive Gesprächsatmosphäre hervorheben, sowie die Erkenntnis, dass sich mit ein bisschen Vehemenz schon auch mal was bewegen lässt. Yeah!

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